Silber giessen mit Sepiaguss
Einzigartige Unikate aus Silber konnten die 6 Teilnehmerinnen des Kurses "Silber giessen mit Sepiaguss" am Ende des Kurses vom 1. Mai mit nach Hause nehmen. °
Mit einer herzlichen Begrüssung durch Maya Friedli der Kursleiterin starteten die 6 Kursteilnehmerinnen in den Abend. Auf dem Tisch hatte Maya viele schöne Silber-Ringe zur Inspiration ausgelegt, jetzt hatten wir die Qual der Wahl. Wir sollten uns einen Musterring in der passenden Grösse aussuchen, das war nicht einfach. Nehme ich nun einen dickeren als Einzelring, oder soll ich doch eher mehrere dünne/feine Rinige anfertigen die dann übereinander getragen werden könnten. Nache einigem Hin und Her hatten sich alle für ein erstes Exemplar entschieden. Nun ging es ans Entdecken der Technik des Sepiagusses. Bei diesem Verfahren ist neben dem flüssigen Silber die Sepiaschale, der Rückenknochen des Tintenfisches, eines der wichtigsten Materialien. Die Sepiaschale wird als Gussform genutzt. Dabei werden die Musterringe mit viel Feingefühl verbunden mit genügend Kraft in zwei Schalenhälfen gedrückt.
Dank dem schönen Wetter konnten wir im Freien giessen. Mit dem Schweissbrenner erreicht man eine Temperater bis 1000°, bei dieser Hitze schmolz das 925 Silber welches die Teilnehmer unter Anleitung von Maya ganz "süferli" in die vorbereitete Gussform eingiessen konnten. Nach dem Gussvorgang wurde die Form direkt im kalten Wasser abgekühl. Und dann kam der spannende Moment. Es roch nach verbranntem Horn, die Schale war noch etwas warm und viel schon fast von alleine auseinader. Es ist immer wieder eine Überraschung wie sich die Rohlinge nach dem Giessen zeigen werden. Sind die gleichmässig, wurde das Muster wie gewünscht übernommen, hat es Lufblasen oder ist halt doch nicht alles ganz wie gewünscht herausgekommen? Und wenns nicht wie vorgestellt geklappt hat wird der Rohling sofort wieder eingeschmolzen und ein nächster Versuch gestartet.
Wer sich mit dem Rohling anfreunden konnte, für den begann die Fleissarbeit. Mit verschiedenen Feilen und Schleifpapier in unterschiedlicher Körnerstärken wurden die Ringe zu Unikaten bearbeitet. Und hatten wir den ersten Ring an der Hand war das Feuer entfacht, mit viel Geschick entstanden weitere schöne Ringe und Ketteanhänger auf denen die Muster der Sepiaschalen wunderbar ersichtlich wurden.
Die Freude und der Stolz über das Erschaffene nach 4 Stunden war gross.